Wie erkennt man einen gefälschten Impfpass?

Diese Tipps können helfen, eine Fälschung aufzudecken.

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass der Impfpass kein amtliches Dokument ist. Anders als der Personal- oder Reiseausweis wird er nicht etwa von einer Behörde ausgegeben, sondern kann ganz einfach im Internet bestellt werden (WERBUNG). Dies macht ihn für Fälscher umso attraktiver. Insbesondere jetzt mit der Einführung der 2G-Regel ist mit einem Anstieg gefälschter Impfpässe zu rechnen. Aber gibt es überhaupt eine Möglichkeit, die Fälschungen zu erkennen?"

Fälschungen sind teils schwer zu erkennen

Auf die Frage, wie man sicherstellen will, dass die Informationen in den Impfheften nicht gefälscht sind, heißt es von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) lediglich: „Bei der Prüfung der analogen Impfpässe ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Das gilt sowohl dann, wenn der analoge Impfpass genutzt wird, um z. B. Geschäfte zu betreten.“ Man weist zwar auf die Strafbarkeit von gefälschten Impfausweisen hin, gibt aber keine konkreten Informationen zum Erkennen solcher Dokumente. Man scheint sich des Problems der schwierigen Identifizierung bewusst zu sein. Bei einem Verdacht auf eine Fälschung gibt es aber dennoch einige Tipps, die man anwenden kann, um mögliche Betrüger zu entlarven.

Tipps, um gefälschten Impfpass zu erkennen

  • Zunächst einmal kann man sich den Personalausweis oder ein anderes Ausweisdokument der Person zeigen lassen, um sicherzugehen, dass der Impfpass nicht ausgeliehen ist.
  • Dann sollte man sich die Stempel der Impfung genau ansehen. Im Zweifelsfall sollte man die Angaben wie die Arztpraxis oder Telefonnummern googeln. Oftmals werden die Stempel von Praxen verwendet, die es nicht mehr gibt. Auch ein Anruf kann vielleicht Aufschluss über die Echtheit des Impfpasses geben.
  • Ein weiterer Indikator für eine Fälschung kann die Handschrift der Datumsangabe sein. Sieht es so aus, als wären die beiden Datumsangaben der Impftermine an einem Tag gemacht worden, sollte hier zumindest genauer nachgehakt werden. Vielleicht wurden die Termine nur nachträglich vom Hausarzt in den Impfpass übertragen und es liegt kein Betrug vor. Doch Fälscher werden die Datumsangaben beide an einem Tag eintragen und dabei sehr wahrscheinlich dieselbe Handschrift verwenden. Deshalb sollte man hier genauer hinsehen.

Falls nach der Überprüfung immer noch Zweifel bestehen, kann man der verdächtigen Person spezifische Fragen zur Impfung stellen:

  • Wo wurden Sie geimpft?
  • Welchen Impfstoff haben Sie erhalten?
  • Welche Dokumente mussten Sie vor der Impfung unterzeichnen?

Das funktioniert natürlich nur, wenn man selbst den Impfpass in den Händen hält und die Person nicht nachsehen kann.

Beim digitalen Impfpass sollte man sich stets auf die Prüf-App CovPassCheck verlassen und nicht nur auf Sicht kontrollieren. Außerdem sollte man sich zusätzlich ein Ausweisdokument der Person zeigen lassen.

Impfpass fälschen kann teuer werden

Wer mit einem gefälschten Impfpass erwischt wird, kann wegen Urkundenfälschung angezeigt werden. Bei Ersttätern ist hierbei mit einem Strafmaß von 40 bis 60 Tagessätzen zu rechnen, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Bei Wiederholungstätern können jedoch mehrere zehntausend Euro Strafe verhangen werden.